Junge Frau in gelber Jacke, die auf ihr Smartphone schaut, umgeben von Menschen in urbaner Umgebung.

Klickrückgang ausgleichen: Content, Daten, Vertrauen

Sichtbarkeit war lange ein Ranking-Problem. 2025 wurde sie zum Antwortflächen-Problem: Nutzer konsumieren Ergebnisse, ohne zu klicken – während Ads-Automation und Regulierung parallel den operativen Alltag verändern. 2026 entscheidet sich, wer aus dieser neuen Realität einen Prozess baut: messbar, steuerbar, wiederholbar.
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Matthias Reynders

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Junge Frau in gelber Jacke, die auf ihr Smartphone schaut, umgeben von Menschen in urbaner Umgebung.
Inhaltsverzeichnis

2025 hat Google die Suchfunktion mit AI Overviews und AI Mode erweitert, in der Antworten häufiger vor den klassischen Treffern stehen. Google beschreibt dazu in Search Central, wie diese KI-Features aus Sicht von Websitebetreibern funktionieren. 

Parallel wurde Paid Marketing stärker von Plattformlogik geprägt: Performance Max bekam neue Steuerungsmöglichkeiten und mehr Transparenz im Reporting. Für 2026 zählt, ob Sie daraus wiederholbare Abläufe machen, die zu den typischen Disziplinen passen: SEO/SEA/Social, Webengineering & UI/UX, Hosting/Security, KI-Workflows und Brand Development.

2025: KI-Suche und Ads-Automation werden operativ spürbar

Google hat AI Overviews ausgebaut und AI Mode als neue Sucherfahrung vorgestellt; dazu gibt es offizielle Produktinfos und Betreiber-Dokumentation. Pew Research hat den Effekt auf Klickverhalten quantifiziert: In Besuchen mit AI-Summary führten klassische Ergebnisse in 8% der Fälle zu einem Klick, ohne AI-Summary in 15%.

Das verändert Prioritäten im SEO: Neben Rankings zählt stärker, ob Inhalte so strukturiert sind, dass sie in Antwortflächen korrekt zitiert und verlinkt werden. Im Paid-Bereich hat Google 2025 für Performance Max zusätzliche Kontrollen und tiefere Search-Insights kommuniziert, darunter kampagnenweite Negative Keywords und bessere Suchbegriffe- bzw. Themenauswertungen. 

Das passt zu einem Trend, der 2025 in vielen Accounts sichtbar wurde: Steuerung läuft weniger über Mikromanagement einzelner Placements und stärker über Ziele, Signale, Creatives und Ausschlüsse. Wer Performance Marketing als KPI-getriebenen Prozess aufsetzt, kann diese Plattformlogik nutzen – und zwar über SEO/SEA bis Social Ads, wie es auch in typischen „KPI Driven Performance Marketing“-Setups gebündelt wird.

2026: Search wird Antwortfläche – und Quellenlinks werden wichtiger

Für 2026 ist die zentrale Frage: Wie bleibt eine Marke sichtbar, wenn Nutzer Antworten direkt auf der Suchseite konsumieren. Google arbeitet dahingehend an mehr und besser sichtbaren Quellenlinks in AI Mode.

Für Ihre Content-Planung heißt das: Inhalte brauchen Passagen, die eine Frage in wenigen Sätzen präzise beantworten, plus Belege, Aktualität und eindeutige Zuständigkeit (Autor/Datum). Die Betreiber-Dokumentation betont den Blick aus Websiteperspektive und liefert Leitplanken für Inclusion.

2026 wird außerdem ein Jahr, in dem Publisher-Interessen und Plattforminteressen stärker kollidieren. Die EU hat eine Untersuchung zu Googles Nutzung von Publisher-Content für KI-Features angestoßen; das erhöht den Druck auf Transparenz und Attribution. Für Markenkommunikation bedeutet das praktisch: Ein solider Markenauftritt (Positionierung, konsistente Botschaften, visuelle Leitplanken) wirkt direkt auf Wiedererkennung in Such-, Social- und Review-Umfeldern – und ist damit kein reines „Design-Thema“, sondern ein Performance-Thema.

Performance Marketing wird Input-Engineering

2026 gewinnt, wer Automation sauber füttert: saubere Conversion-Definitionen, ein belastbares Event-Modell, konsistente Produktdaten und ein Creative-System mit Varianten, die sich testen lassen. Google beschreibt Channel-Performance-Reporting für Performance Max als Weg, Ergebnisse über Inventare hinweg besser zu verstehen. 

Das ist die operative Brücke zwischen SEA/Shopping, Social Ads, Retargeting und Funnel-Setups, die in Performance-Marketing-Paketen typischerweise zusammenlaufen. 

  • Mess-Setup priorisieren: Events, Conversions, Offline-Signale, Consent und saubere Namenslogik als gemeinsamer Standard.

  • Kampagnensteuerung systematisieren: Negative Keywords, Brand-Regeln, Zielgruppen-Signale und Asset-Governance als fester Prozess. 

  • Creative als Testobjekt behandeln: wenige Kernideen, viele Varianten, klare Lernfragen pro Sprint.

  • Cross-Channel-Routing festlegen: Wann Search erntet, wann Social aufbaut, wann Retargeting schließt.

Web, Daten und Vertrauen laufen als Betrieb

2026 wird die Website noch stärker zum Betriebssystem: Sie muss schnell, sicher, wartbar und trackingfähig sein, weil Content, Ads und KI-Features sonst ins Leere laufen. In Webengineering-Setups sind Security & Maintenance sowie Ticketsysteme als dauerhafte Leistung beschrieben; das ist die passende Logik, wenn Marketing-Aktivitäten wöchentlich live gehen. 

Außerdem: Weil Reputation direkte Conversion-Wirkung hat, lohnt ein eigener Prozess für Bewertungs- und Reputationsmanagement. 

  • Webbetrieb standardisieren: Releases, Wartung, Backups, Security, Performance-Monitoring, Tracking-Checks als feste Routine. 

  • KI im Marketingprozess verankern: Content-Erstellung, Text-to-Media und Workflow-Automation als kontrollierte Produktionsstrecke, nicht als Einzelfall. 

  • Marke konsistent halten: Positionierung, Corporate Design, Botschaften und Guidelines als Grundlage für jede Landingpage und jedes Ad-Creative. 

FAQs zum Ausblick 2026

Was ändert sich 2026 an SEO, wenn AI Overviews Klicks reduzieren?

Sie planen SEO stärker als „Antwort-Architektur“: pro Thema definierte Fragen, kurze Kernantworten, Kriterien und Quellen. Pew zeigt den Klickunterschied (8% vs. 15%) bei AI-Summaries; damit gewinnt Zitierung in Antwortflächen als eigener Sichtbarkeitswert. 

Welche Content-Formate funktionieren 2026 für AI Mode am besten?

Formate mit hoher Extrahierbarkeit: klare Definitionen, Schrittfolgen, Vergleichskriterien, FAQ-Blöcke mit Belegen und Updates. Google dokumentiert AI Features aus Betreiberperspektive und gibt Hinweise zur Inclusion. 

Wie steuern Sie Performance Max 2026 besser als „nur laufen lassen“?

Sie nutzen die zusätzlichen Kontrollen (z. B. Negative Keywords) und prüfen Channel-Performance regelmäßig, statt nur Gesamtergebnisse zu betrachten. Google hat 2025 genau diese Richtung betont: mehr Steuerung und mehr Reporting-Tiefe. 

Warum bleibt First-Party-Datenarbeit 2026 zentral?

Googles Kurs bei Third-Party-Cookies bleibt beweglich; Reuters beschreibt, dass Google keinen neuen Standalone-Prompt einführt und an bisherigen Einstellungen festhält. Das macht saubere First-Party-Signale, Consent und CRM-Anbindung zu einem stabilen Fundament für Messung und Optimierung. 

Welche Rolle spielen Transparenzregeln für Ads 2026, gerade bei Social?

Die EU-Kommission hat 2025 TikTok zu Verpflichtungen für Werbetransparenz unter dem Digital Services Act geführt, inklusive Ad-Repositories. Das erhöht den Anspruch an saubere Kennzeichnung, Dokumentation und nachvollziehbare Targeting-Logik in Kampagnen.