Was kostet eine Website – leuchtender Zollstock vermisst einen dunklen Bildschirm als Sinnbild für kalkulierten Aufwand

Was kostet eine Website wirklich?

Angebote für dieselbe Website liegen oft um den Faktor zehn auseinander. Wir zeigen, wie sich der Preis zusammensetzt, wie Ihr ihn selbst überschlagt und welche Kosten nach dem Livegang jedes Jahr wiederkommen.

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Was kostet eine Website – leuchtender Zollstock vermisst einen dunklen Bildschirm als Sinnbild für kalkulierten Aufwand
Inhaltsverzeichnis

Was kostet eine Website? Zwischen 50 € im Jahr und einem sechsstelligen Betrag ist alles möglich, und beide Zahlen können für den jeweiligen Fall angemessen sein. Der Preis hängt an drei Größen: dem Weg, den Ihr wählt, dem Umfang, den Ihr braucht, und dem Stundensatz dessen, der die Seite baut. Wer diese drei Größen kennt, kann jedes Angebot einordnen und Gespräche mit Dienstleistern auf Augenhöhe führen. Die folgenden Zahlen stammen aus offiziellen Preislisten, einer Branchenerhebung und unserer eigenen Kalkulationspraxis — jede lässt sich nachrechnen.

Drei Wege zur eigenen Website und ihre Preisschilder

Der günstigste Weg ist der Homepage-Baukasten. Bei WordPress.com kostet der Personal-Tarif 9 € pro Monat bei monatlicher Zahlung und 4 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung, der Business-Tarif mit Plugin-Freigabe liegt bei 40 € beziehungsweise 25 € pro Monat (offizielle Preisübersicht). Ihr baut die Seite selbst, zahlt keine Dienstleisterstunden und bekommt dafür ein Design aus dem Vorlagenkatalog. Für eine Visitenkarte im Netz reicht das, und Eure Arbeitszeit ist der eigentliche Preis.

Der mittlere Weg ist eine Website auf einem CMS (Content-Management-System), meist WordPress, gebaut von einem Freelancer oder einer Agentur. Hier zahlt Ihr Konzept, Design, Umsetzung und Einweisung, könnt Inhalte danach selbst pflegen und seid technisch frei. Der teuerste Weg ist die Entwicklung ohne fertiges System, sinnvoll bei eigenen Anwendungen, Portalen oder Schnittstellen zu Warenwirtschaft und CRM. Die Wahl zwischen diesen drei Wegen folgt dem Funktionsumfang, den Ihr wirklich braucht: Wer Termine buchbar machen, Produkte verkaufen oder Kundendaten übergeben will, ist mit dem Baukasten schnell am Ende. Wer eine Handvoll Seiten mit Kontaktformular braucht, zahlt bei einer Agentur für Freiheiten, die ungenutzt bleiben.

So rechnet Ihr den Preis selbst aus

Jedes seriöse Angebot folgt derselben Formel: Aufwand in Stunden mal Stundensatz. Der Median-Stundensatz für Software- und Webentwicklung in Deutschland liegt laut dem Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap bei 90 € — ausgewertet über die mit Abstand größte Teilnehmergruppe der Studie. Agenturen liegen darüber, weil Projektleitung, Qualitätssicherung und Erreichbarkeit mit eingepreist sind. Wer eine Zahl nennt, ohne den Aufwand zu beziffern, verkauft eine Schätzung als Preis.

Rechnen wir eine typische Unternehmens-Website mit fünf Seiten durch, mit Aufwänden aus unserer Projektpraxis: Konzept und Seitenstruktur 8 Stunden, Design 20 Stunden, technische Umsetzung 30 Stunden, Inhalte einpflegen 10 Stunden, Technik, Tests und Livegang 12 Stunden. Das sind 80 Stunden. Zum Median-Stundensatz ergibt das rund 7.200 €. Wer fragt, was kostet eine Website, bekommt mit dieser Rechnung eine Zahl statt eines Gefühls. Bekommt Ihr für dasselbe Leistungsverzeichnis ein Angebot über 1.500 €, ist entweder der Aufwand deutlich kleiner kalkuliert oder jemand rechnet mit 19 € die Stunde. Beides solltet Ihr vor der Unterschrift wissen.

Website-Kosten aufgeschlüsselt: fünf Plattformen für Konzept, Design, Umsetzung, Inhalte und Livegang mit Stunden und Preis

Die Aufteilung zeigt, warum pauschale Preisangaben wenig helfen. Die technische Umsetzung ist mit 30 Stunden der größte Block, Konzept und Inhalte zusammen kommen auf weniger als ein Viertel des Gesamtaufwands. Wer beim Angebot sparen will, setzt also an der Umsetzung an, etwa mit weniger eigenen Modulen — wer am Konzept spart, spart am kleinsten Posten und riskiert den größten.

Diese Faktoren treiben den Preis nach oben

Der Aufwand wächst mit der Zahl unterschiedlicher Bausteine, weniger mit der Seitenzahl. Zehn Seiten aus denselben vier Modulen sind schneller gebaut als drei Seiten, die jede für sich gestaltet werden. Deshalb lohnt es sich, vor der Angebotsanfrage die Seiten zu zählen, die wirklich eigene Gestaltung brauchen. Zwei Anforderungen unterschätzen Auftraggeber dabei besonders häufig, und beide sind seit 2025 Pflicht:

  • Eigenes Design statt Vorlage — jedes Modul wird entworfen, abgestimmt und für Mobilgeräte getrennt gedacht
  • Inhalte — Texte, Fotos und Videos sind eigene Gewerke; wer sie nicht liefert, muss sie einkaufen
  • Funktionen — Shop, Buchungsstrecke, Login-Bereich oder Schnittstellen vervielfachen den Testaufwand
  • Barrierefreiheit — das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr; Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind ausgenommen, bei schwerwiegenden Verstößen drohen bis zu 100.000 € Bußgeld (§ 2 und § 37 BFSG)
  • Ladezeit und Stabilität — Google nennt als gute Werte einen Largest Contentful Paint unter 2,5 Sekunden, eine Interaction to Next Paint unter 200 Millisekunden und einen Cumulative Layout Shift unter 0,1; diese Core Web Vitals erreicht man durch Optimierung, nicht durch Zufall
  • Migration — bestehende Inhalte, Weiterleitungen und Rankings sauber mitzunehmen ist ein eigenes Arbeitspaket, wie unsere Best Practices zum Website-Relaunch zeigen

Was die Website nach dem Livegang kostet

Der Livegang ist kein Schlusspunkt der Kosten. Eine Website ist Software: Sie läuft auf gemieteter Infrastruktur, ihre Bausteine bekommen Sicherheitsupdates, und ihre Inhalte veralten. Wer diesen Posten im ersten Jahr nicht einplant, zahlt ihn später als Reparatur — ein gekapertes WordPress zurückzuholen kostet mehr als zwölf Monate Wartung. Fragt deshalb schon bei der Angebotsanfrage nach den jährlichen Kosten, nicht erst beim Livegang. Plant diese wiederkehrenden Positionen fest ein:

  • Hosting und Domain — Grundlage des Betriebs, abhängig von Besucherzahl und Anforderungen an Backup und Support
  • Lizenzen — Premium-Plugins, Schriften, Bildmaterial und Sicherheitswerkzeuge werden jährlich verlängert
  • Wartung — Updates von System und Erweiterungen, dazu Backups und deren regelmäßige Wiederherstellungstests
  • Weiterentwicklung — neue Inhalte, zusätzliche Seiten, Messung und Nachschärfen dessen, was Anfragen bringt

Genau hier entscheidet sich, ob die Investition arbeitet. Eine Website für 7.200 €, die drei Jahre unangetastet bleibt, ist am Ende teurer als eine für 12.000 €, die jeden Monat Anfragen bringt. Wenn Ihr für Euer Vorhaben einen belastbaren Rahmen statt einer Spanne braucht, rechnen wir ihn als Webdesign-Agentur Düsseldorf gern konkret durch — mit Aufwänden pro Arbeitspaket, nachvollziehbar Position für Position.

FAQs zu den Kosten einer Website

Was kostet eine Website mit einem Homepage-Baukasten?

Zwischen 48 € und 480 € im Jahr, je nach Tarif und Zahlweise. Bei WordPress.com kostet der Personal-Tarif 4 € pro Monat bei jährlicher Zahlung und 9 € pro Monat bei monatlicher Abrechnung, der Business-Tarif 25 € beziehungsweise 40 € pro Monat. Eure eigene Arbeitszeit für Aufbau und Pflege kommt hinzu.

Was kostet eine einfache Website mit fünf Seiten?

Rund 7.200 €, wenn ein Dienstleister sie baut. Die Rechnung: etwa 80 Stunden Aufwand für Konzept, Design, Umsetzung, Inhalte und Livegang, multipliziert mit dem Median-Stundensatz von 90 € für Software- und Webentwicklung laut Freelancer-Kompass 2026. Nach oben und unten verschiebt sich der Wert mit dem Designanspruch und dem Stundensatz.

Welche laufenden Kosten fallen nach dem Livegang an?

Hosting, Domain, Lizenzen für Erweiterungen sowie Wartung und Backups. Diese Posten wiederholen sich jedes Jahr und sind unabhängig davon, ob die Website gepflegt wird oder still steht. Wer Inhalte weiterentwickelt, plant zusätzlich ein Stundenkontingent ein.

Warum sind Angebote für dieselbe Website so unterschiedlich?

Weil hinter den Zahlen unterschiedliche Aufwände und Stundensätze stecken. Lasst Euch jedes Angebot in Arbeitspakete mit Stundenzahl aufschlüsseln. Erst dann sind zwei Angebote vergleichbar, und Ihr seht, welche Leistung im günstigeren Angebot fehlt — meist sind es Konzept, Tests und die Einweisung ins System.

Muss meine Website seit 2025 barrierefrei sein?

Ja, wenn Ihr Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr an Verbraucher anbietet — das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Bei schwerwiegenden Verstößen sieht § 37 BFSG Bußgelder bis 100.000 € vor.